Hilfe für Angehörige

Angehörige leiden meist ebenso stark unter der Abhängigkeit wie die Betroffenen.

Eine Suchterkrankung wird meist lange verschwiegen, um den Schein einer intakten Partnerschaft zu wahren.
Da wird der betrunkene Partner beim Arbeitgeber entschuldigt, es wird verharmlost und beschwichtigt.

Dieses Verhalten nennt man Co-Abhängigkeit.

Leider wird dieses gut gemeinte Verhalten in aller Regel keinen Erfolg haben. Denn der Betroffene sieht keine Veranlassung, etwas an seinem Verhalten zu ändern.

Erst wenn die Angehörigen und das soziale Umfeld sich ändern, wird auch der Betroffene bereit sein, seine Situation zu verändern.

Auf jeden Abhängigen kommen 5-6 Mitbetroffene: Ehepartner, Eltern, Kinder, enge Freunde. Das sind 8 Millionen Menschen, darunter ca. 4 Millionen Kinder, die die Belastungen und Auswirkungen der Sucht ertragen müssen.