Am Mittwoch, den 10. Juli 2024, besucht Bischof Olaf Koch die Gemeinde Werdohl und feiert zusammen mit der Gemeinde Plettenberg den Wochengottesdienst. Es war sein erster Besuch in der Gemeinde nach seiner Ernennung zum Bischof Ende 2023. Hierzu stellte er seine Predigt unter das Motto: „Hilfe in Anfechtung“ und las als Bibelwort aus Psalm 94 den 16. Vers vor: „Wer steht mir bei wider die Boshaften? Wer tritt zu mir wider die Übeltäter?“
Gleich zu Beginn der Predigt hob der Bischof hervor, dass mit dem Bibelwort eine ganz grundlegende Frage in einer schwierigen Situation zum Ausdruck käme. Jedoch der Chor habe mit seinem Liedvortrag „Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft!“ eine deutliche Antwort gegeben. Allerdings stelle sich die Frage, wenn man sich in einer Situation befände, in der man sich nicht selber helfen könne, ob man dann ruhig sein könne? In dem Bewusstsein, es gibt nur einen, der wirklich helfen kann, nämlich Gott, der Herr, so könne Ruhe in die Seele einziehen.
Der Bischof stellte dann die Frage: „Wie sieht Hilfe aus?“ Gott möchte allen Menschen das Heil schenken, so der Bischof. Dazu habe er einen Plan festgelegt, den er mit Weisheit verfolgt. Hilfe Gottes erkennen wir auch darin, dass seine Kirche, gegründet durch Jesus Christus, bis heute Bestand habe. In seiner Kirche werde das Heil vermittelt und die Sünden vergeben. Der Bischof betonte, dass Gottes Hilfe kein Automatismus sei. Voraussetzung für das Heil sei die Reue. Wahre Reue bestehte dann, wenn es uns weh täte, dass wir Gott enttäuscht hätten. Dann nimmt er uns die Sünden durch das Opfer seines Sohnes hinweg.
Abschließend zitierte der Bischof als Trostwort für die Gemeinde aus dem 23. Psalm die Worte: „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“. Wenn der Böse uns aufgrund unserer Fehler und Sünden anklagen wolle, so weise Jesus ihn zurück, denn er habe bereits das Böse überwunden. Als sichtbares Zeichen bereite er uns in jedem Gottesdienst den Tisch der Gnade.
In dem Predigtbeitrag vom Bezirks- und Gemeindevorsteher, Thomas Fröhlich, erwähnte er den Spruch: „Wer das stehe, sehe wohl zu, dass er nicht falle!“. Wenn wir meinen, wir seien stark, könnten wir schnell schwach werden. Bei dem Propheten Elia war es nur ein kleiner Schritt von dem Feuereifer auf dem Berg Kamel hin zur Verzweiflung unter einem Baum in der Wüste. Es kam ein Engel und brachte Hilfe. Auch wir brauchen in schwierigen Lebenssituationen einen Engel, der uns helfe. Ein Rat sei: „Befiehl dem Herrn deine Wege, er wird es wohl machen!“
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