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Nicht glänzen, sondern handeln

 

MENDEN. Die Neuapostolische Gemeinde Menden feierte den Erntedanktag am Sonntag, 5. Oktober 2014, mit einem Gottesdienst und einer besonderen Aktion. Gemeindeleiter Gerard Fetter begrüßte neben rund 100 Glaubensgeschwistern auch einige bedürftige Menschen aus der Mendener Suppenküche zu einer Brotzeit. „Es geht uns darum, nicht nur über den Glauben zu reden, sondern ihn auch zu leben und Gutes zu tun. Alles andere zeugt von einem toten Glauben“, sagte er.

Fetter lenkte in seiner Predigt den Fokus zunächst auf die richtige Einstellung zur Dankbarkeit: „Wir wollen nicht dankbar sein für unseren Überfluss, sondern für göttliche Gnade und Heil.“ Dabei orientierte er sich an der textlichen Grundlage aus dem zehnten Psalm, den Versen 27 und 28: „Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.“ Dankbarkeit, so fuhr er fort, sei gerade oft dort zu finden, wo Menschen wenig haben.

Der Gemeindeleiter ermunterte die Gottesdienstteilnehmer mit Blick auf das Bibelwort zur Geduld: „Er wird uns zur rechten Zeit geben, was wir benötigen. Vertrauen wir darauf.“ Dennoch dürfe dann nichts zur Selbstverständlichkeit werden. „Wir sollten uns stets bewusst sein, was wir haben dürfen und davon abgeben.“ Die daraus erwachsende Verantwortung des Teilens beginne nicht im großen Kontext, führte Priester Frank Albrecht aus. „Wir können nicht die Welt ändern - aber im Kleinen können wir etwas tun. Das ist unsere Verantwortung.“ In dem Kontext sprach er auch über Nachhaltigkeit: „Es ist wichtig, verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte die Neuapostolische Gemeinde einige bedürftige Menschen aus der Mendener Suppenküche zu einer vielfältigen Brotzeit. „Ziel ist es nicht, zu glänzen. Ziel ist es, Dank zu opfern, zu teilen und den Glauben in die Tat umzusetzen“, erklärte Gerard Fetter die Motivation.

Weitere Bilder in der Galerie.

 

 

10. Oktober 2014
Text: Text und Fotos: Marcel Müller

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