Altena. Am 21. August 2016 war es endlich soweit. Der Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen, Bezirksapostel Rainer Storck, hielt zum 125-jährigen Gemeindejubiläum den Festgottesdienst. Gleichzeitig war es der erste Gottesdienst nach den umfangreichen Umbauarbeiten der Kirche in der Hardenbergstraße.
Bereits am Freitag, 19. August, und Samstag, 20. August, wurde in der Tagespresse auf diese Ereignisse hingewiesen. Themen wie: Entstehung und Entwicklung der Gemeinde, allgemeine Informationen über die Neuapostolische Kirche, wurden in den Artikeln aufgegriffen.
Drei Enkelinnen der ersten neuapostolischen Christen in Altena, Wilhelm Keune und August Leicher, konnten am Sonntagmorgen den Gottesdienst mit der Gemeinde erleben. Zwei von ihnen waren dazu aus Bad Homburg und Heidmühle angereist.
Ein musikalischer Höhepunkt vor dem Gottesdienst
Ein besonderes Highlight erwartete die Gottesdienstbesucher um kurz nach neun Uhr. Nina Reddig, Violine, trug mit ihrem Bruder Ulf, Orgel, das Air von Sebastian Bach vor. Eine beeindruckende musikalische Einstimmung auf den Jubiläumsgottesdienst!
Die gebürtige Altenaer Violinistin Nina Reddig lebte bis zum 15. Lebensjahr in Altena, bevor sie als Jungstudentin in der Folkwang Hochschule in Essen aufgenommen wurde. 2007 schloss sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Seit Oktober 2011 leitet sie eine Violinklasse an der Hochschule für Künste in Bremen und gibt Meisterkurse im In- und Ausland und wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet.
Herberge bietet Schutz, Wärme und Versorgung
Zu Beginn des Gottesdienstes drückte Bezirksapostel Storck seine Dankbarkeit aus, dass die Umbauarbeiten ohne Unfall oder Verletzungen abgeschlossen werden konnten. Als zweiten Punkt der Dankbarkeit führte er das 125-jährige Bestehen der Gemeinde an.
Zum Jubiläumsgottesdienst hatte der Bezirksapostel das Wort aus Jeremia 41, aus dem 17. Vers, zugrunde gelegt: „Und sie zogen hin und kehrten ein in der Herberge“.
Der Begriff Herberge hatte ihn beim Lesen der Festschrift fasziniert. Im Weiteren ging er kurz auf die Gründung der ersten Jugendherberge der Welt in Altena ein und führte aus: „Die Jugendherberge ist kein Luxushotel, aber sie bietet Schutz, Wärme und Versorgung“.
(Weitere Ausführungen zum Gottesdienst sind in der Lokalausgabe des Altenaer Kreisblattes vom 22. August 2016 zu finden).
Grußworte des Bürgermeisters an die Festgemeinde
Nach dem Gottesdienst wandte sich Dr. Andreas Hollstein, Bürgermeister der Stadt Altena, mit einem Grußwort an die Festgemeinde. Er wurde von seinem Stellvertreter, Kämmerer Stefan Kemper, begleitet und bedankte sich für die Einladung. Die Gratulation zu dem Jubiläum sprach er auch im Namen seines Stellvertreters, des Stadtrates und Stadtverwaltung, aus. „Es ist mir eine Freude und Ehre, unter Ihnen zu sein. Wir sind froh, dass es Sie in unseren beiden Gemeinden gibt und dass es Sie hier vor Ort gibt und sich in den Gemeinden einbringen, mit Ihren Familien, mit Ihrer Gemeinschaft, auch mit dem Glauben, den Sie leben.“ Dr. Hollstein sprach damit die Fusion der neuapostolischen Gemeinden Altena und Nachrodt-Wiblingwerde an, die im Februar 2014 erfolgte.
Anstatt eines Blumenstraußes überreichte der Bürgermeister ein „Sauerländer Flachgeschenk“ (Briefumschlag) als Jubiläumsgeschenk dem Gemeindevorsteher, Evangelist Axel Schmoll.
Punktgenaue Fertigstellung der Umbauarbeiten
Die umfangreichen Umbauarbeiten endeten am Freitagabend. Den Samstag nutzten die Gemeindemitglieder, den Blumenschmuck zu gestalten und die letzten Vorbereitungen für den Sonntag abzuschließen.
Barrierefreier Eingangsbereich und Personenaufzug
Grundgedanke bei der Planung war, allen Gottesdienstbesuchern einen barrierefreien Zugang zum Kirchengebäude zu ermöglichen. Durch eine zusätzliche Wegführung ist die Planung realisiert worden.
Über den neu installierten Personenaufzug, der die Eingangsebene mit der ersten Etage verbindet, kann das Kirchenschiff (Gottesdienstraum) jetzt ohne Treppennutzung erreicht werden. Ein Teil des Sanitärbereichs im Erdgeschoss wurde ebenfalls barrierefrei gestaltet.
Helle Lichtelemente und neue Eingangstür
Bereits im Foyer des Eingangsbereichs sind in der Decke neue LED-Elemente verbaut worden, die eine gleichmäßige Lichtverteilung gewährleisten. Diese Beleuchtungsart ist auch für den Garderobenbereich und im Vorraum zum Kirchenschiff eingesetzt worden.
Das Kirchenschiff wird durch eine neue helle Aluminiumtür, die mit Glasscheiben bestückt ist, betreten. Dadurch gelangt zusätzliches Tageslicht in den Gottesdienstraum und umgekehrt in den Vorraum.
Technisch neuester Stand
Zu berücksichtigen war bei den Umbauarbeiten auch der Brandschutz. So wurde im Mehrzweckraum im Erdgeschoss eine feuerhemmende Fluchttür eingebaut. Der Mutter-Kind-Raum kann im Brandfall durch das Fenster zur Straßenseite über einen Rettungssteg verlassen werden.
Vernetzte Rauchmelder runden das erforderliche Sicherheitskonzept ab.
Die zitierten Zeitungsartikel sind in der Bildergalerie zum Download bereitgestellt.
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