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Die Anfänge (Teil 7 – Einblicke in die Entwicklung der neuapostolischen Kirche Bezirk Iserlohn)

 

Es wird Zeit, einmal einen Ausflug zu machen. Folgen Sie gerne einmal mit zu der ersten Station: Altena, die Stadt an der Lenne mit der schönen Burg, dem Drahtmuseum, der ersten Jugendherberge und seit 1891 eine neuapostolische Gemeinde. Eine Stadt, die im Juli 2021 von einer bisher nicht erlebten Unwetterkatastrophe betroffen wurde. Doch zurück ins Jahr 1891.

In diesem Jahr kam der 1865 geborene August Leicher durch seinen neuapostolischen Arbeitskollegen Wagner aus Iserlohn mit der Kirche in Berührung. Das persönliche Erleben in einem besuchten Gottesdienst war so intensiv, dass er sich am folgenden Sonntag von Apostel Menkhoff zusammen mit Wilhelm Keune aus Altena versiegeln lies und der Kirche beitrat.

Im gleichen Jahr kommt es zu einer Begegnung in der Kleinbahn „Feuriger Elias“ auf dem Weg nach Lüdenscheid von drei jungen neuapostolischen Iserlohnern mit der Familie Schöttler aus Altena und einem jungen Mann aus Erda, Hessen Herr Jakob Jakob, der bei Schöttlers Wohnung gefunden hatte. Die gläubige Familie Schöttler und Jakob waren auf dem Weg zu einem Missionsfest in Lüdenscheid. Es kommt in der Gruppe zu einem Austausch über den Glauben und beim „zufälligem“ Wiedertreffen auf der Rückfahrt zur Einladung zu den Gottesdiensten in Iserlohn und eine Überreichung einer Broschüre „Apostel in der Endzeit oder nicht“.

Am nächsten Sonntag besuchen die Altenaer Männer den Gottesdienst in Iserlohn ( zu Fuß!) - und sind tief ergriffen. Wieder Zuhause berichten sie auch Frau Schöttler davon. Diese ist skeptisch. Trotzdem kommt es zu einer Einladung von Evangelist Bornemann nach Altena. Die Skepsis von Frau Schöttler wurde nicht weniger.

Evangelist Bornemann, zurück in Iserlohn, erzählt in der Gemeinde von dieser Begegnung. Es kommt zu einer der damalig häufigen Weissagungen, in der kund wird, dass Frau Schöttler die erste in Altena sein wird, die versiegelt wird. Was nun?

Durch ein Gespräch von Hr. Jakob mit Frau Schöttler wird diese angeregt, doch den Gottesdienst in Iserlohn am nächsten Sonntag mit zu besuchen. Apostel Menkhoff ist dort und spricht nach dem Gottesdienst mit ihr. Frau Schöttler lädt daraufhin den Apostel für den nächsten Sonntag nach Altena ein und ist am nächsten Sonntag wieder im Gottesdienst in Iserlohn, in dem sie sich mit den anderen aus Altena versiegeln lässt und der neuapostolischen Kirche beitritt.

Noch im selben Jahr 1891 wird die Gemeinde Altena gegründet. Ihr erster Vorsteher wird Priester Schöttler (bis zum Jahr 1913).

Auch von Bruder Leicher wird ein besonderes Erleben berichtet. Er arbeitete zu viert in einer Arbeitsgruppe, die sich den Lohn teilte. Bruder Leicher lud seinen Arbeitskollegen Heinrich Schnepp mit zu einem Gottesdienst in Iserlohn. Dadurch konnte dieser der üblichen sonntags Beschäftigung, Kartenspiel mit seinen Arbeitskollegen, nicht nachkommen.

Am nächsten Morgen kamen die beiden anderen Kollegen nicht zur Arbeit. Stattdessen wurde Hr Schnepp von der Polizei zu einem Verhör abgeführt!

Was war geschehen? Die beiden Arbeitskollegen waren im Gasthaus in einen Streit geraten, der auf dem Weg nach Hause zu einer tödlichen Auseinandersetzung eskalierte. Die Polizei wollte nun nur wissen, wo sich Hr Schnepp aufgehalten hatte. Dankbar berichtete dieser von seinem besonderen Sonntag nicht beim Kartenspiel, sondern im Gottesdienst. Nicht lange danach wurde auch Heinrich Schnepp versiegelt.

1894 wurde ein gutes Jahr für die Gemeinde und die Stadt Altena. Warum? Demnächst hier zu lesen...

17. Juli 2021
Text: Th Fröhlich
Fotos: Kreisarchiv / Lokalstimme

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