Hemer. Im Gottesdienst am 31.12.2023 ordinierte Apostel René Follmann Schwester Elke Figge als Diakonin für die Gemeinde Hemer und die kleine Lara empfing das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Apostel Follmann hatte sich kurzfristig zu seinem Antrittsbesuch angekündigt. Auch Bischof Olaf Koch war zu diesem Gottesdienst aus Paderborn angereist.
Das Bibelwort zum Jahresabschluss war Ps 123,1.2: „Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel thronst. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so sehen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er uns gnädig werde.“
Wahrnehmen, was Gott uns zeigt
Bezugnehmend auf das Textwort führte der Apostel aus, dass auch wir zu Gott aufschauen und dabei heute den Blick besonders auf seine Hände richten wollten. Mägde und Knechte blickten auf die Hände ihrer Herren und Herrinnen und schauten, was diese täten, was sie zeigten oder wohin sie wiesen.
Gott habe mit seinen Händen die natürliche Schöpfung geschaffen, dächten wir an die unzähligen Sterne, an die Galaxien im Weltall. Auch den Menschen formte Gott mit seinen Händen. Und dann sei da noch die gewaltige geistliche Schöpfung, all die Dinge, die wir mit dem natürlichen Auge nicht sehen könnten.
Apostel Follmann erinnerte an den Psalmisten, der Gott bat „Weise mir, Herr, deinen Weg“. Immer wieder zeige uns unser himmlischer Vater, wo es weitergehe. „Achten wir auf seine Weisungen. Wir wollen denen Gutes tun, die er uns in den Weg schickt.“ Der Herr zeige uns die zu erledigende Arbeit und stelle uns die nötige Hilfe dazu zur Verfügung.
Der Herr will uns zur Erlösung bereitmachen
Weiter griff der Apostel das Bild vom Töpfer und Ton auf. Gott sei der Töpfer und forme uns mit seinen Händen nach seinem Bild. Wir wollen es zulassen, dass er uns in die Hand nehme und uns forme.
Dann wies Apostel Follmann darauf hin, dass die göttliche Hand auch errette. In erster Linie gehe es dem himmlischen Vater darum, die Menschen vom Bösen zu befreien. Er erwähnte Naturkatastrophen, Unglücke und Unruhen, wo viele Menschen ihr Hab und Gut, aber auch ihr Leben verlören. Warum Gott das nicht verhindere, wüssten wir nicht. „Aber eines wissen wir: Gott hat nie aufgehört, für unsere Erlösung zu sorgen.“
Bischof Olaf Koch wies vorbereitend zur Feier des Heiligen Abendmahls auf die Notwendigkeit unserer Versöhnungsbereitschaft hin.
Im Anschluss an die Sündenvergebung empfing die kleine Lara aus der Gemeinde Menden das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Erste Diakonin im Bezirk Iserlohn
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls folgte die feierliche Ordination von Elke Figge zur Diakonin. Apostel Follmann machte deutlich, dass zum Diakonenamt wesentlich mehr gehöre, als die Kirche auf- und zuzuschließen, den Gottesdienstraum zu lüften oder für eine angenehme Temperatur zu sorgen. Viel mehr gehe es um die Seelsorge in der Gemeinde. So gehörten die rechte Wortverkündigung und die trinitarische Segensspendung mit zur Aufgabe des Diakonenamtes.
Mit Gebet und Segen beendete der Apostel den Gottesdienst und äußerte abschließend die Freude auf ein Wiedersehen im Jahr 2024.
Den Schlusspunkt setzte der Chor mit Klavier- und Querflötenbegleitung: „Ich glaube fest, dass alles anders wird, dass uns die Liebe immer weiter führt [...] Ich glaube fest, das Ziel ist nicht mehr weit, ich hoffe auf die Zeit voll Frieden und Gerechtigkeit.“
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