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Rubinhochzeit in Hemer

 

Hemer. Der Sonntagsgottesdienst am 30. Juni 2024 war etwas Besonderes: Zum einen bereitete die Gemeinde sich auf den bevorstehenden Entschlafenengottesdienst vor, zum anderen empfingen Ruth und Klaus Müller den Segen zur Rubinhochzeit.

Der Gottesdienst stand unter dem Wort aus 1. Thessalonicher 4,14: "Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die da entschlafen sind, durch Jesus mit ihm führen." Hintergrund der Aussage von Apostel Paulus im Schreiben an die Gemeinde zu Thessaloniki ist die Unsicherheit in der damaligen Gemeinde, was mit Gläubigen geschieht, die noch vor der Wiederkunft Christi verstorben sind. Im Laufe der Zeit waren inzwischen einige Gemeindemitglieder verstorben und man war der Ansicht, dass die Verstorbenen an dem Heil, das durch die Wiederkunft Christi den Glaubenden zuteil wird, keinen Anteil mehr hätten. Paulus machte der Gemeinde deutlich, dass Jesus für Lebende und Tote gestorben und auferstanden ist. Dies macht er im weiteren Verlauf seines Briefes deutlich.

Am kommenden Sonntag feiern die neuapostlischen Christen weltweit den Entschlafenengottesdienst

Wenn Tote und Lebende gleichermaßen bei der Wiederkunft Christi an der Heimholung der Brautgemeinde Anteil haben werden, dann ist damit verbunden, dass auch Entschlafene Wort und Sakramente, die für das Heil notwendig sind, empfangen müssen. Was ist dabei unsere Aufgabe als Christen? „In festem Glauben an den von Jesus gelegten Weg des Heils bitten wir für Entschlafene, dass Gott ihre Herzen bewegen möge, sich auf den Weg der Nachfolge zu begeben, um die Sakramente zum Heil zu empfangen“ – so Gemeindevorsteher Priester Roland Ihlbrock.

In seiner Co-Predigt ging Diakon Nils Müller auf die Aussage in Johannes 6,35 ein: "Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten." Es ist unser fester Glaube, dass dieses Wort gleichermaßen auf Lebende und Verstorbene zutrifft.

Zur Vorbereitung auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls griff Priester Ihlbrock noch einmal die Gedanken des Stammapostels vom vergangenen Sonntagsgottesdienst auf: Versöhnung ist mehr als Vergebung. Dabei gehen wir in dem Bewusstsein auf unseren Nächsten zu, dass wir sowohl Teil des Problems sind, als auch Teil der Lösung.

Ruth und Klaus Müller empfangen den Segen zum 40-jährigen Ehejubiläum

Nachdem die Gemeinde das Heilige Abendmahl gefeiert hatte, empfingen Ruth und Klaus Müller den Segen zur Rubinhochzeit. Als Aufforderung an das Jubelpaar widmete Priester Ihlbrock ihnen das Wort aus 1. Korinther 14,16: "Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!"

"Der Rubin ist ein roter Edelstein und Rot ist die Farbe der Liebe. Auf die Frage, was Liebe bedeutet, könnte jeder der Gottesdienstteilnehmer sicher eine andere Definition geben." Mit diesem Gedanken leitete Prieser Ihlbrock die Ansprache an das Jubelpaar ein. Der Vorsteher griff dabei auf die Definition

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zurück. Es reiche nicht aus, eine Brücke einmal zu bauen und dann sich selbst zu überlassen. Was dabei herauskomme, könne man an am Beispiel der Rahmedetalbrücke auf der Sauerlandlinie erkennen. Einmal gebaut, hielt sie über viele Jahre den Belastungen Stand. Eines Tages wurden Risse erkannt und schließlich brach die Brücke in sich zusammen. So soll es in einer Ehe nicht sein. Stets möge die Liebe das verbindende Element sein. Priester Ihlbrock gab dem Rubinpaar den Rat, Brückenbauerin und Brückenbauer zu sein und die gegenseitige Liebe Tag für Tag zu inspizieren. Das sei die Garantie für eine glückliche Ehe, die allen Belastungen des Alltags standhalte.

Im Anschluss an die Ansprache erfolgte die Segensspendung.

Mit Dankgebet und dem trinitarischen Segen endete der Gottesdienst.

30. Juni 2024
Text: R. Ihlbrock/wo
Fotos: S. Ihlbrock

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