Am 29.September 2024 führte der Weg von Apostel René Follmann nach Altena. Genau elf Monate, nachdem er in Bad Sassendorf ins Amt des Apostels berufen worden war. Ein kurzer Blick auf das beeindruckende Panorama der Burg Altena auf der gegenüberliegenden Bergseite, dann betrat er das Gotteshaus, in dem rund 100 Geschwister aus Altena und den umliegenden Gemeinden auf ihn warten.
Eine freudige Stimmung herrschte, als sich die Geschwister zum Senioren-Gottesdienst versammelten. Kein Platz blieb unbesetzt. Auffallend stark war der Chor vertreten. Stark an Zahl und Stimme.
Bereits im Eingangsgebet wies Apostel Follmann darauf hin, dass Gott uns Engel zur Seite gestellt hat: Engel zum Schutz und als Wegbegleiter. Engel waren dann auch Thema seiner Predigt, ein „umfangreiches Thema“, wie er betonte. Seine Predigt lehnte sich an das Bibelwort aus Hebräer 13, Vers 2 an: „Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“.
Der Apostel sprach zunächst von der Dankbarkeit, von der aufrichtigen Dankbarkeit, die wir im Laufe unseres Lebens lernen. Er sprach von den Engelchören, den „Musikern Gottes“, die nicht nur zur Geburt Jesu Christi singen und lobpreisen.
Engelschutz und Engelbotschaft
Dann zählte er einige bekannte Begegnungen aus der Heiligen Schrift auf, in der Engel als Botschafter und Verkünder agierten, denn genau dies bedeutet das aus dem Griechischem stammende Wort angelus. Da war der Engel, der zuerst zu Joseph sprach, dann Maria verkündete, dass sie Gottes Sohn gebären würde. Und er erinnerte an Jakob und die Himmelsleiter, auf der die Engel auf und ab stiegen.
Einige Begegnungen mit Engeln sind etwas in den Hintergrund gerückt. Zum Beispiel als Moses im brennenden Busch einen Engel erblickte. Und beim Auszug des Volkes Israel, als ein Engel dem Volk voranging und sich später hinter das Volk setzte, um es zu schützen.
So ein Esel!
Engel sind die Diener Gottes, die den göttlichen Willen umsetzen, um den Menschen zu helfen. So auch dem Seher Bileam, der mit seiner Eselin unterwegs war. Als ein Engel sich ihnen in den Weg stellte, weil dieser nicht der richtige war, erkannte Bileam diesen nicht. Anders die Eselin, die aufs Feld auswich und dafür die Schläge ihres Herrn bekam. Erst als sich der Engel ihnen zum dritten Mal in den Weg stellte, legte die Eselin sich vor dem Engel auf dem Boden und sprach die Eselin in menschlich verständlicher Sprache mit Bileam. Da erst erkannte dieser den Engel.
So wie einem Bileam ergeht es auch uns gelegentlich. Wir haben unsere eigenen Gedanken und Pläne, wie wir unser Leben gestalten oder was wir tun. Und wir wundern oder ärgern uns gar, wenn das nicht funktioniert. Im Nachhinein müssen wir uns aber oft selbst fragen, warum wir so begriffsstutzig waren.
Bezirksältester Thomas Fröhlich machte beim Mitdienen noch darauf aufmerksam, dass wir bei unseren Gebeten nicht nur um Engelschutz bitten sollten, sondern auch darum, dass wir die Botschaft der Engel verstehen. Wohl damit nicht wir – im übertragenen Sinne – der Esel sind.
Apostel Follmann erzählte auch die Geschichte von Lot, dem zwei Engel in Menschengestalt begegneten. Für Lot waren es Fremde, die er aufgenommen, bestmöglich versorgt und sich für sie eingesetzt hat. Lot war ein gastfreier Mensch. Gastfrei zu sein bedeutet, eine grundsätzliche Gastfreundlichkeit zu besitzen. Nicht nur gegenüber denen, die man kennt, sondern auch zu Fremden. Und eben diese zunächst Fremden, die Engel, die Lot beherbergt hatte, waren es, die ihm und seiner Familie letztendlich das Leben retteten.
Der Apostel sprach auch von den Engeln, die uns hier auf der Erde begegnen, manchmal in Form eines Priesters, der die Aufgabe hat, uns Gottes Willen mitzuteilen. Und manchmal auch in Form von Sängern, die mit ihrem freudigen Lobpreisungen das Herz der Menschen öffnen. Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls endete dann auch dieser Gottesdienst mit einem kraftvollem AMEN und einem HALLELUJA des Chores.
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