Jugendliche aus den Bezirken Iserlohn und Hamm trafen sich am 15. März 2026 zu einem besonderen Gottesdienst. Die örtliche Gemeinde Neheim-Hüsten nahm ebenfalls an diesem Jugendgottesdienst teil.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus 1. Petrus 2,21: „Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen.“
In seiner Predigt bezeichnete der Bischof Jesus Christus als unser Vorbild. Ihm nachzufolgen bedeutet, ihn als Maßstab für das eigene Reden und Handeln zu nehmen. Im Gottesdienst wurde besonders hervorgehoben, dass diese Nachfolge keine passive Rolle ist, wie etwa das bloße Zuschauen in sozialen Medien, sondern eine lebenslange Lebensweise. Jede gute Tat hat ihren Ursprung in der Liebe Christi.
Das entscheidende Merkmal der Nachfolge ist die Liebe zueinander. Der Bischof erinnerte an das Gebot Jesu aus dem Johannesevangelium: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe". Ein zentraler Aspekt der Predigt war dabei das Gebot, den Nächsten zu lieben „wie sich selbst“. Oft fällt es Menschen schwer sich selbst anzunehmen und sie vergleichen sich zu sehr mit anderen. Doch die Botschaft ist klar: Du bist geliebt, genauso wie Gott dich geschaffen hat. Wer seine eigenen Fähigkeiten als Geschenk Gottes annehmen und nutzen kann, wird befähigt, Gottes Liebe authentisch an den Nächsten weiterzugeben. Die bedingungslose Liebe und Vergebung Gottes wurde im Gottesdienst eindrücklich mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn veranschaulicht. Gutes zu tun ist für Christen keine kurzlebige Angelegenheit, sondern eine lebenslange Berufung. Jesus hat uns vorgemacht, wie wir unseren Mitmenschen begegnen sollen: Er machte keine Unterschiede bei Herkunft oder Äußerlichkeiten. Er wandte sich den Menschen völlig ohne Vorurteile zu, wie beispielsweise der Samariterin am Jakobsbrunnen.
Daraus ergibt sich für uns heute der Auftrag, unserem Nächsten ebenso vorurteilsfrei zu begegnen, niemanden aufgrund seiner Herkunft oder seines Verhaltens auszugrenzen und barmherzig zu sein. Wir sind aufgerufen, Gutes zu tun und zu dienen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Die Nachfolge kann auch Herausforderungen, Hürden und Fehleinschätzungen mit sich bringen.
Das „Leiden“, von dem im Petrusbrief die Rede ist, bedeutet in der heutigen Lebensrealität oft, dass man Zurückweisung erfährt, wenn man Menschen Gutes tun möchte und diese sich dennoch abwenden. Jesus selbst hat dieses Leid erfahren, als Menschen seine Liebe nicht annehmen wollten. Als Christen sollen wir Gutes tun als die einzige Möglichkeit, solche Hürden zu überwinden.
Der Gottesdienst schloss mit dem Aufruf, das Verhältnis zu unseren Mitmenschen von Herzen zu klären, Belastendes auszuräumen und Frieden sowie Vergebung walten zu lassen.
Nach dem Gottesdienst blieben die Jugendlichen sowie die Gemeinde noch zusammen und wurden von den Kindern mit selbstgebackenen, leckeren Waffeln versorgt.
4. April 2026
Text:
Finn Lütke
Fotos:
Finn Lütke
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