Werdohl. Es war ein bedeutsamer Tag für die Gemeinde. Der kleine Henry Poschmann empfing das Sakrament der Heiligen Wassertaufe..
Der Gottesdienst am Sonntag, den 31. Mai 2026 stand unter dem Bibelwort aus dem 2. Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“
Bezirksvorsteher Bezirksältester Thomas Fröhlich wies in seiner Predigt darauf hin, dass Paulus mit dem trinitarischen Segensgruß seinen zweiten Brief abschloss, obwohl in der Gemeinde Spannungen und Missverständnisse vorherrschten. Damit setzte er ein Zeichen, dass Christen trotz Unterschiedlichkeiten bestrebt sein mögen, den Nächsten zu segnen statt zu ermahnen. Wir mögen uns die Frage stellen, so der Bezirksälteste, ob Menschen in unserem Umfeld spüren, dass unser Handeln von Gnade und Liebe zu Gott und zum Nächsten geprägt sei und unser Verhalten dazu beitrage, dass Gemeinschaft entstehe, gestärkt oder wiederhergestellt werde.
In seiner Ansprache an Laura und Silvio Poschmann, die Eltern des Täuflings, betonte Fröhlich, dass Kinder nach der Aussage Jesu „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes“ (Markus 10,14) getauft werden können. Hierbei würden die Eltern das Bekenntnis des Glaubens an Jesus Christus und die Verantwortung für die Erziehung im Sinne des Evangeliums übernehmen. Damit trügen sie eine zusätzliche Sorge in ihren Herzen, neben der um das körperliche Wohlergehen ihres Kindes auch die um dessen Entwicklung im Glauben.
Thomas Fröhlich wies im Weiteren darauf hin, dass in der Neuapostolischen Kirche die Taufe in zwei Sakramenten gespendet würde. Im Sakrament der Heiligen Wassertaufe wird die erste Gnadenmitteilung Gottes am Menschen vollzogen, indem der Täufling in die Kirche Christi eingefügt und die Erbsünde als die durch den Sündenfall entstandene Trennung von Gott abgewaschen werde. In dem zweiten Taufsakrament, der Heiligen Versiegelung, empfange der Gläubige den Heiligen Geist und erlebe damit die Wiedergeburt aus Wasser und Geist (Joannes 3,5).
Als besonderes Taufwort las der Bezirksälteste aus Psalm 121 den 7. Vers vor: „Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.“ Im Anschluss erfolgte im Namen des dreieinigen Gottes die Heilige Wassertaufe mit dem trinitarischen Segen. Näheres zum Glaubensverständnis ist im Katechismus der Neuapostolischen Kirche auf der Webseite von Neuapostolische Kirche International nachzulesen: Alles über die Lehre: der Katechismus – Neuapostolische Kirche International
Die Gespräche nach dem Gottesdienst zeigten die große Freude der Gemeinde über die Heilige Handlung und das Erleben im Gottesdienst.
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