Bischof Karl-Erich Makulla besuchte am Mittwoch, den 17.02.2016 die Gemeinde Werdohl. Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus Psalm 27, Vers 4: „Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Haus des Herrn bleiben könne mein Leben lang.“ Der Gemeindechor eröffnete den Gottesdienst mit dem Lied von Ludwig Bormann „Ich bin ja geborgen in Jesu“. Anhand dieser Aussage zeigte Bischof Makulla auf, dass wir uns als gläubige Christen im Gottesdienst wohl und geborgen fühlen können.
Was bedeutete dem Volk Israel der Tempel Gottes?
Die Israeliten standen in dem Glauben, dass der Tempel die Wohnung Gottes sei. Somit sehnte sich jeder Israelit danach, einmal im Leben hinauf nach Jerusalem zu ziehen, um im Tempel anzubeten, so der Bischof. Weiter führte er aus, dass die Bitte des Psalmsängers David, im Haus des Herrn zu bleiben folgende Beweggründe hatte: Anbetung Gottes, Dank in Form von unterschiedlichen Opfergaben, Erkenntnisvermittlung, um die Gebote Gottes besser verstehen zu können, sowie die Bitte um Gnade.
Was bedeutet uns heute das Haus Gottes oder der Gottesdienst?
Bischof Makulla zog in seiner Predigt die Parallele zum Alten Testament und sagte,
wir erleben im Gottesdienst Geborgenheit gemäß des Chorliedes,
wir beten gemeinsam Gott an,
wir danken Gott in dem Bewusstsein, dass „alle gute und vollkommene Gabe von oben herab kommt“,
wir erleben Erlösung, dazu gilt es, dass wir uns bewusst vom Bösen distanzieren. Dazu sprechen wir die Bitte im „Unser Vater“ aus: Erlöse uns von dem Bösen!
wir erleben Erkenntnisförderung durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes
wir erleben Gemeinschaft im Kreis von Brüdern und Schwestern
wir bitten um Gnade und müssen dem Nächsten vergeben. Das geht nur, so der Bischof, wenn jeder bewusst etwas Eigenes zurücksteckt, um sich dem Nächsten zuzuwenden.
Der Bezirksälteste Thomas Fröhlich trug mit seinem Predigtbeitrag zu diesem Gottesdienst bei, der durch musikalische Beiträge vom Gemischten Chor und der Spielergruppe mitgestaltet wurde.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls setzte Bischof Makulla im Auftrag des Apostels Schug Priester Diethelm Eilers vorzeitig in den Ruhestand. Dabei bedankte sich der Bischof ausdrücklich für die langjährige Priestertätigkeit in der Gemeinde Werdohl und würdigte seine ehrenamtliche Tätigkeit im Gottesdienst, in der Seelsorge und in der Jugendarbeit. Mit Gebet und Segen beendete Bischof Makulla den Gottesdienst.
Die persönliche Verabschiedung am Ende des Gottesdienstes war eine schöne Gelegenheit, um mit Bischof Makulla ein paar Worte zu wechseln. Im Anschluss waren alle noch zu einem Stehkaffee im Foyer der Kirche eingeladen.
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