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Die Anfänge (Teil 3 – Einblicke in die Entwicklung der neuapostolischen Kirche Bezirk Iserlohn)

 

Die Mitglieder der jungen Gemeinde hielten nicht hinter dem Berg mit der Verkündigung Ihres Glaubens.

Hinter dem Berg kann hier wörtlich genommen werden. Bereits 1889 wird von den ersten Versiegelungen von Mitgliedern aus Stephanopel berichtet. Und 1891 wird die Gemeinde in Altena gegründet.  In diesen und vielen anderen Städten wurden in den Jahren 1891-92 Vorträge und Gottesdienste gehalten.

In Iserlohn (damals um 1895 ca. 25.000 Einwohnern – zum Vergleich Dortmund ca.110.000) nahm die Gemeinde kontinuierlich zu. Auch die Zahl der Gasthörer wuchs stetig. So ergab sich die Notwendigkeit eine neue, größere Versammlungsstätte zu suchen. Es wurde von der Stadt ein Haus mit Werkstatt in der Hochstrasse 33 erworben. Aber auch dieser Gottesdienstort war schnell nicht mehr ausreichend und man wich zwischenzeitlich erneut aus. Treffen fanden in der Folge in der Mendener Straße im „Ringelische Saal“ statt.

Die Gottesdienste wurden musikalisch begleitet. Zu diesem Zweck wurde der Iserlohner Kirchenchor der neuapostolischen Gemeinde von Glaubensbruder Georg Hildebrandt gegründet und von Fritz Krummenerl und später Friedrich von der Heyden geleitet. Von der Heyden wirkte bis zum siebzigsten Lebensjahr als Dirigent und hat wesentlichen Anteil an der Gründung vieler Chöre in den nun nach und nach entstehenden Gemeinden in Südwestfalen. Viele Wege nahm er auf sich um dort vor Ort Chorstunden zu leiten und zu unterstützen.

Im Jahr 1897 (13 Jahre nach der Gründung der Gemeinde) erwarb der Vorsteher der Gemeinde Iserlohn ein Grundstück von der Witwe Schöneborn und erbaute dort ein Wohnhaus und ein Kirchenlokal. Der Stadtbeamte schlug für die bisher unbebaute Straße den Namen „Apostelstraße“ vor, Heinrich Bornemann entschied sich aber für den Namen „Brüderstraße“. 1898 wurde die Kirche durch Stammapostel Krebs im Beisein des Bezirksapostel Niehaus eingeweiht. In dem Gottesdienst kam es zu einem Unfall. Ein kleines Mädchen fiel während des Gottesdienstes die Treppe herunter und schlug mit dem Kopf auf den Steinboden auf. Der Stammapostel unterbrach den Gottesdienst und wandte sich dem offensichtlich ohnmächtigen Kind zu. ohne weitere Erläuterungen an dieser Stelle … das Kind lief am Ende des Gottesdienstes herum, als wenn nichts geschehen wäre.

Vorsteher Heinrich Bornemann, inzwischen zum Bischof ordiniert, war als enger Mitarbeiter der Kirchenleitung aktiv. In dieser Aufgabe war er an der Herausgabe der neuapostolischen Zeitschriften „Der Herold“ (von 1895 bis 1907 als verantwortlicher Redakteur) und „Wächterstimme aus Ephraim“ beteiligt. Der Druck erfolgte in Iserlohn und viele der dortigen jugendlichen Geschwister waren an dem Falten, Verpacken und dem globalen Versand der beiden Zeitschriften beteiligt. Dem Bischof stand in dieser Zeit in vielen Aufgaben der Älteste Nikolaus aus Hohenlimburg zur Seite. Im Jahr 1902 wurde Heinrich Bornemann in Bielefeld zum Apostel ausgesondert.

In der Folge begleitete Apostel Bornemann den Stammapostel Niehaus auf vielen Reisen. Oft brachte er Brüder aus anderen Bezirken mit nach Iserlohn. Groß war jedoch der Schrecken 1912. Der Apostel war ….

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25. Februar 2021
Text: Th. Fröhlich
Fotos: NAK Archiv, Kreis Archiv Märkischer Kreis

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