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Werdohl. Bischof Karl Erich Makulla feierte am Sonntag, den 13. März 2022 mit 25 Teilnehmern in der Gemeinde Werdohl einen Gottesdienst.

 

Als Grundlage für die Predigt las Bischof Makulla das Bibelwort aus dem 1. Brief des Apostel Johannes, Kapitel 3 einen Teil des Verses 8 vor: „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre."

Bischof Makulla eröffnete den Gottesdienst mit der Feststellung: „Zu Beginn des Chorvortrages passte der Ton nicht zur Melodie.“ Erleben wir das nicht auch, dass in unserem Leben die Dinge nicht zusammenpassen würden, so der Bischof. Es ergeht uns so wie den Jüngern als sie einmal den Herrn baten, er möge ihnen seinen Vater zeigen und Jesus darauf antwortete: „So lange bin ich bei euch und ihr kennt mich nicht?“ Sie bekamen die „Fäden nicht zusammen“. Als Quintessenz aus dem Gedanken sagte der Bischof: „In jedem Gottesdienst mögen wir erleben, dass uns im Licht des Heiligen Geistes alles wieder klar wird.“
Kampf gegen das Böse
In dem Chorvortrag „Wer überwindet“ drückt der Liederdichter aus, was dem Überwinder in der Zukunft erwartet, so der Bischof. Er habe dabei an die Konfirmation gedacht, bei der wir ein Gelübde abgelegt haben: Dem Teufel zu entsagen und sich Gott zu übergeben. Wir wissen, dass wir das aus eigener Kraft nicht vermögen, da die Macht des Bösen noch wirksam ist. Der Bischof führte aus, dass uns unser Himmlischer Vater in jedem Gottesdienst stärke, sodass wir die Kraft erlangen würden, unser Gelübde zu halten. So stehe hinter dem Textwort die ganze Heilsarbeit Jesu: Er hat den Sieg über das Böse errungen.
Die Werke des Teufels
Der Bischof stellte die Frage: „Welches sind die Werke des Teufels?“ und gab gleich die Antwort: „Zu seinen Werken gehöre, ein falsches Bild von Gott, vom Menschen und von sich selbst zu vermitteln.“ Der Teufel habe es geschafft, den Menschen ein vollkommen falsches Bild von Gott zu vermitteln, so der Bischof. Der Teufel stelle Gott als einen quälenden, strafenden und eigensüchtigen Gott vor. Beim Bild des Menschen zeige der Teufel auf, dass er selbst erlösende Kräfte und die volle Souveränität über sein Leben besäße und damit Gott nicht brauche. Bei dem Eigenbild des Teufels gehe er soweit, dass er den Menschen dahinführe, dass er glaube, der Teufel existiere gar nicht.
Jesus Christus zerstört die Werke des Teufels
Der Bischof führte aus, dass Jesus Christus gekommen sei, die Werke des Teufels zu zerstören. Er stellte Gott als die reine Liebe vor, als einen Vater der Liebe, zu dem wir im völligen Vertrauen rufen könnten: Abba, lieber Vater! Wir dürfen uns auf unseren Himmlischen Vater verlassen! Jesus zeigte auch ein anderes Bild von uns Menschen auf. Ein Bild des zwar sündigen Menschen, aber mit einem reumütigen Herzen, dem die Gnade Gottes zur Seite stehe. Und wie sieht das Bild des Teufels in Wahrheit aus? Er ist der Böse, der Mörder, der Lügner. Abschließend betonte der Bischof, dass wir dankbar auf der Seite des Siegers Jesus Christus stehen dürfen, denn er hat den Sieg am Kreuz erworben über Hölle, Tod und Teufel. Am Ende wird das Böse endgültig besiegt sein, wenn wir in die neue Schöpfung als Überwinder einziehen dürfen.
Priester Roland Ihlbrock betonte in seinem Predigtbeitrag zu diesem Gottesdienst, dass wir keine Angst haben brauchten vor dem Teufel, denn wir seien auf der Seite des Siegers Jesus Christus. Bezirksevangelist Axel Knoppe fasste die Gedanken des Gottesdienstes zusammen mit den Worten: „Das Böse und der Böse spaltet, die Liebe Gottes führe zusammen“
Die persönliche Verabschiedung am Ende des Gottesdienstes war eine schöne Gelegenheit, persönliche Worte mit dem Bischof austauschen zu können.
 

14. März 2022
Text: SH
Fotos: SH

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