Hemer. Das neue Kirchenjahr begann mit einem besonderen Ereignis: Im Gottesdienst am ersten Advent empfing Mats de Buhr das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
In seiner Predigt erklärte Gemeindevorsteher Priester Roland Ihlbrock, dass sich das Bibelwort des Gottesdienstes am Palmsonntag erfüllt habe: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ (Sacharja 9,9). Die Menschen feierten den Einzug Jesu, weil sie hofften, er würde sie von der Besatzungsmacht befreien. Jesus jedoch verfolgte ein ganz anderes Ziel. Er wollte die Menschen vom Sold der Sünde, dem ewigen Tod befreien und sie aus der Gottesferne in die Gottesnähe führen.
Der Gemeindevorsteher wies darauf hin, dass wir heute im Advent des Neuen Testamentes leben. Wenn der König Jesus wiederkommt, wird er nicht mehr wegen der Sünde kommen, sondern um diejenigen in die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott zu führen, die durch die gläubige Annahme von Wort und Sakrament darauf vorbereitet werden und Jesus nachfolgen.
Wenn wir Advent feiern, wollen wir daran denken, welche heilsgeschichtlichen Perspektiven er enthält. Er weist uns auf die Erwartung der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus hin, auf Gottes völlige Hinwendung zum Menschen. Zugleich verweist der Advent auf den Fortgang der Heilsgeschichte bis zu ihrer Vollendung in der Neuen Schöpfung.
In der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls ging der Gemeindevorsteher noch einmal auf das Bild des Einzugs Jesu in Jerusalem ein. Dieser erfolgte durch das „Goldene Tor“, das im arabischen auch „Gnadentor“ genannt wird. Dieses Tor wurde im 16. Jahrhundert zugemauert. Durch das Opfer Jesu Christi ist das goldene Gnadentor für jedermann geöffnet. Gott will, dass allen Menschen geholfen werde.
Im Anschluss an die Sündenvergebung erfolgte die Spendung der Heiligen Wassertaufe für Mats. Priester Ihlbrock widmete dem Täufling die Zusage Gottes „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt.“ (Josua 1, 5 und 6). „Der Name Mats hat seine Wurzeln im Hebräischen und bedeutet so viel wie ,Gabe des Herrn‘ oder ,Das Geschenk Gottes‘ “, erklärte der Gemeindevorsteher. Dies sei Aufgabe und Verantwortung zugleich zunächst einmal für die Eltern, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Mats die Verantwortung für sein Glaubensleben selbst übernimmt.
2. Dezember 2024
Text:
ri/wo
Fotos:
si
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