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Gottesdienst für Entschlafene und Heilige Versiegelung in der Gemeinde Plettenberg

 

Plettenberg. Apostel René Follmann feierte mit den Gemeinden Plettenberg und Werdohl am 5. Juli 2026 den Gottesdienst für Entschlafene. Ein Kind aus der Gemeinde Werdohl empfing das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Das Thema der Predigt von Apostel Follmann war „Denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm“ (aus Ps 130,7). Der 130. Psalm werde als der sechste Bußpsalm beziffert und als Wallfahrtslied überschrieben. Der Psalmdichter drückte mit Worten „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ seine Lebenssituation aus. Er war wohl in großer Sorge, er fühlte sich niedergeschlagen und sah keinen Ausweg mehr aus seiner misslichen Lage. „Geht es uns nicht auch oft so?“, fragte der Apostel und lenkte auf den Gedanken hin, was der eigentliche Grund unserer Not sei - unsere Sünden. Auch wir müssten wie der Psalmist erkennen: wer würde bestehen vor Gott, wenn er unsere Sünden anrechnen und nicht vergeben würde? Das gelte sowohl für uns als Lebende wie auch für die Seelen der Verstorbenen in der Ewigkeit, so der Apostel.

Hinwendung zu Gott im Dies- und Jenseits

Bezogen auf die Entschlafenen führte Apostel Follman aus, dass in der Ewigkeit manches genau so sei, wie hier auf der Erde. Wenn wir in der Nähe zu Gott lebten, dann erlebten wir unseren Gott, wie er uns Friede und Freude zuteilwerden lasse. Das gelte auch für die Seelen in der Ewigkeit. Und wie wir uns in der Zeitlichkeit verändern könnten, so sei auch in der Ewigkeit eine Veränderung hin zu Gott möglich. Auf der Grundlage der Gleichnisse Jesu vom reichen Mann und dem armen Lazarus sowie dem reichen Kornbauern erläuterte der Apostel, dass unser Verhalten gegenüber den Geboten Gottes entscheidend für unser Leben in der Ewigkeit sei. „Bedenke doch dein Leben“, so der Apostel. Dabei gelte es zu beachten, wie unsere Einstellung zu Gott sei, ob wir die Sünde mieden und uns nicht selbst überschätzten.

Apostel Follmann schloss seine Predigt mit dem Fazit: Gott möchte jedem helfen, seien wir bereit, uns zu bewegen!

Priester Markus Heinrich führte in seinem Predigtbeitrag aus, es sei gut zu bedenken, dass wir Sünder seien die nach dem Heil in Jesus Christus strebten. Dann könnten wir durch unser Verhalten ein Vorbild für die Seelen in der Ewigkeit sein. Bezirksältester Thomas Fröhlich ergänzte noch, dass Erkenntnis von Sünde bedeute: „Ich habe nicht nach den Regeln Gottes gehandelt, und weiß, was Gott von mir erwartet.“

Heilige Versiegelung

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete Apostel Follmann dem kleinen Marlon Kostusiak das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dabei sagte er unter anderem: „Gott schenke den Heiligen Geist, eine Ausrüstung für das Leben. Ihr als Eltern legt die Grundlagen für eine segensreiche Entwicklung. Seid ein Vorbild im Verhalten, im Gebet und in der Einstellung zu Gott.“

Heil für die Entschlafenen

Seit dem Opfer Christi kann Heil auch nach dem leiblichen Tod erlangt werden. Neuapostolische Christen treten in Fürbitte für Entschlafene ein: Sie bitten den Herrn, er möge den Seelen helfen, die unerlöst in die jenseitige Welt gegangen sind. Die Wirkung der Sakramente ist für Lebende und Tote gleich. Verstorbene, die die Wiedergeburt aus Wasser und Geist erfahren haben, sind den in Christus Gestorbenen gleichgestellt (Katechismus der Neuapostolischen Kirche, Kapitel 9).

8. Juli 2026
Text: Siegfried Heinrich, P. Wohlgemuth
Fotos: Siegfried Heinrich

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