Menden - Eine "volle Hütte" erwartete Bezirksapostel Stefan Pöschel und Apostel René Follmann, als sie am Abend des 2. April 2025 das Gotteshaus in Menden betraten. Und genau darum ging es in der Predigt: um die Gemeinschaft untereinander – und die mit unserem himmlischen Vater und seinem Sohn.
Die harmonischen Rot- und Lilatöne der Blumen am Altar waren schön anzusehen und wunderbar aufeinander abgestimmt. Doch als Bezirksapostel Pöschel sagte: "Liebe Brüder und Schwestern, werte Gäste, liebe Blümlein", meinte er nicht diese, sondern die versammelte Gemeinde. Er verglich die Gemeinschaft mit einer bunten Blumenwiese. In der Natur wachsen die verschiedensten Blumen zusammen, ohne dass jemand sie bewusst ordnet. Und doch ergibt sich ein wunderschönes Gesamtbild. So ist es auch mit unserer Gemeinde: In ihrer Vielfalt liegt ihre Schönheit.
Der Bezirksapostel erinnerte an den Prophet Elia, als er vor der Königin Isebel floh und sich wie "das einzige Blümchen in der Wüste" fühlte. Doch ein Engel ermutigte ihn: "Mach dir keine Sorgen. Du bist nicht allein. Es gibt Tausende in Israel, die zu Gott halten." Apostel Follmann betonte in der Co-Predigt auch, dass die Gemeinde größer ist, als es manchmal scheint – sie umfasst auch die, die nicht anwesend sein können, und diejenigen, die bereits vorangegangen sind.
"Ich bin da. Ich habe mich nicht von euch abgewandt. Ich liebe euch. Ihr seid mir nicht egal." Diese Worte galten damals einem verunsicherten Volk – und sie gelten auch uns heute. In Jesaja 59.1 heißt es: "Siehe, des Herrn Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub, dass er nicht hören könnte."
Gott gibt Mut und Kraft. Selbst Adam und Eva, die sich von ihm abwandten, ließ er nicht allein, sondern verhieß ihnen noch beim Verlassen des Paradieses den Erlöser. Auch heute ist Gott immer da, auch wenn wir seine Antwort nicht sofort erkennen. Deshalb mahnte der Bezirksapostel, geduldig hinzuhören, um Gottes Führung zu erkennen. Nicht nur in glücklichen Momenten sollen wir Gott suchen, sondern auch in Zeiten des Zweifels mit ihm sprechen. Der Bezirksapostel gab auch den wichtigen Rat, Gott "ausreden zu lassen", geduldig hinzuhören und darauf zu vertrauen, dass seine Wege gut sind.
Der Bezirksapostel berichtete auch über die kleine Gemeinde in Brunswijk (deutsch: Braunschweig) in Suriname/Südamerika mit ihrer wechselhaften Geschichte. Rückgang schien unvermeidlich, bis der zuständige Apostel die Mitglieder ermutigte: "Geht ins innige Gebet." Anfänglich zweifelten einige, doch später kam die Nachricht: 60 Seelen wurden einige Zeit darauf versiegelt. Was unmöglich schien, machte Gott möglich. Dies zeigt: Wir dürfen den Glauben nicht verlieren. Wer sagt denn, dass Gott nicht auch im Hochsauerlandkreis und im Märkischen Kreis Großes vorhat? Und wenn es anders kommt, bleiben wir ihm trotzdem treu.
Ob nun „volle Hütte“ im Gotteshaus ist, wie es Apostel Follmann scherzhaft ausdrückte, oder nur wenige anwesend sind, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass wir unserem Herrn treu bleiben. Das Wesentliche ist unser Bekenntnis zu Jesus Christus. Wir wünschen uns die Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn – nicht, um dem Leid der Erde zu entfliehen, sondern um ihm von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Der Stammapostel sagt oft: "Wir erwarten keine Belohnung hier auf Erden für das, was wir für den Herrn tun." Unsere Liebe zu Gott zeigt sich in unserer Liebe zum Nächsten und im Dienst an ihm. Deshalb betonte der Bezirksapostel auch noch einmal, dass wir daran festhalten sollen, in der Gemeinschaft zu bleiben, Gottes Willen zu tun und das Evangelium weiterzutragen. So wie es im Textwort, in Jesaja 62.1 heißt: "Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel."
Zum Abschluss erweiterte der Chorleiter den 70-köpfigen, bunt wie eine Blumenwiese gemischten Chor auf über 200 Stimmen. Dazu sang die ganze versammelte Gemeinschaft gemeinsam und deutlich voller Gottvertrauen das Lied Nr. 162: „Der Herr ist mein Licht“.
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