Altena. Philipper 2, Verse 3 und 4 „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“
Apostel Follmann stellt die Frage: „Warum bin ich heute hier?“
Um den Blick auf Gott zu wagen, ihn zu suchen und zu finden. Dies bleibt unsere Aufgabe, denn immer, wenn wir meinen, ihn gefunden zu haben, kann es uns passieren, dass wir ihn nicht mehr sehen. Aber auch wenn wir ihn nicht sehen, ist er bei uns und verliert uns nicht aus dem Blick.
Das ist auch ein Hauptgrund, warum Jesus auf die Erde gekommen ist. Es war der Auftakt zum Evangelium – ein Mensch unter Menschen.
Paulus fordert die Menschen auf - er bittet sie, Brücken zu bauen und aufeinander zuzugehen.
Jesus war ein großartiger Brückenbauer, davon zeugt die heilige Schrift. Er ist zu den Sündern gegangen und wir sind alle Sünder, darüber müssen wir uns im Klaren sein.
Der verlorene Sohn wurde sich dessen bewusst, kehrte in Demut zum Vater zurück, was das Herz des Vaters rührte. Es brauch großen Mut, dies zu erkennen, einzugestehen und umzukehren.
Sein Bruder sah das anders und fühlte sich benachteiligt. Doch sein Vater wies darauf hin, dass er eine gute Zeit hier zuhause haben durfte und dafür dankbar sein sollte. Er sollte sich mit seinem Bruder freuen. Manchmal fällt das leichter – manchmal schwerer.
Oft glauben wir, uns steht etwas zu und buhlen um die Aufmerksamkeit. Die Wurzel ist oftmals Angst. Wir treffen Vorsorge für die Zukunft, haben wir sie erreicht, wollen wir noch mehr vorsorgen – doch es beruhigt uns nicht. Machen wir uns im irdischen nicht ständig diese Sorgen, sondern sammeln die Schätze für unsere Seele im Himmel.
Wende dich dem Allerhöchsten zu und strebe nicht danach, im irdischen der Höchste zu sein. Wenn wir Bruder und Schwester mit uns auf die gleiche Stufe stellen, könnte es heute schon wie im Himmel sein. Und Gottes Friede in uns, egal was im Leben passiert - ich bin in Gott bewahrt, ist ein großer Reichtum.
Bezirksevangelist Balzukat erläutert, dass der andere Sohn die Entscheidung seines Vaters nicht verstehen konnte und seinem Bruder die Vergebung nicht gegönnt hat. Das ist eine ungute Eigenschaft, die wir ablegen müssen. Doch wie legen wir das Gefühl, das hochkommt, ab? Jesus Christus hat uns während seiner Lehrtätigkeit gezeigt, dass wir einen anderen Blickwinkel einnehmen müssen. Dann können wir anderen auch etwas gönnen und wohlwollend auf andere schauen.
In der anschließenden Versiegelung weist Apostel Follmann auf die Verantwortung für die Geschenke Gottes – die Kinder Mia und Leni – hin. Eltern möchten das Beste für ihre Kinder – im irdischen und für ihre Seelen. Damit sind wir oftmals überfordert und benötigen Gottes Hilfe. Leni wird auch nicht immer sorgenfrei sein und nicht nur schöne Tage erleben – aber Gott ist immer da. Der heilige Geist ist nicht immer greifbar, aber wir sind in ihm geborgen. Bringt sie in die Nähe Gottes, im Gottesdienst, zuhause im Gebet und redet mit ihr über Gott.
14. September 2026
Text:
Gabriele Balzukat
Fotos:
Helmut Kretschmann
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